Altersweitsichtigkeit (lat. Presbyopie)

Altersweitsichtigkeit des Auges durch den Augenarzt korrigieren lassen

Altersweitsichtigkeit kann beseitigt werden

In der Medizin wird die Altersweitsichtigkeit auch als Presbyopie bezeichnet. Altersweitsichtigkeit äußert sich darin, dass es schwerfällt, Dinge in nächster Nähe scharf zu fokussieren. Bei der Altersweitsichtigkeit handelt es sich nicht um eine Erkrankung oder eine Funktionsstörung des Auges, sondern um einen natürlichen Prozess, der mit der Alterung einhergeht. Dabei beschreibt die Altersweitsichtigkeit eine Abnahme der sogenannten Nahanpassungsfähigkeit des Auges: Der Punkt, ab dem ein scharfes Sehen möglich ist, rückt im Laufe des Lebens zunehmend vom Auge weg.
Die sogenannte Altersweitsichtigkeit beginnt bereits in der Jugend, wird in der Regel aber noch nicht wahrgenommen. Häufig wird eine Altersweitsichtigkeit realisiert, wenn beispielsweise das Lesen von Dokumenten o.ä. schwerer fällt; dies ist dann der Fall, wenn der nächste scharf erkennbare Punkt weiter vom Auge entfernt liegt, als eine Lektüre üblicherweise vom Auge entfernt ist. Bei dieser üblichen Entfernung (dem Leseabstand) spricht man von einem Wert von ca. 40 Zentimetern. Legt man diesen Entfernungspunkt zu Grunde, so sind vor allem Menschen ab der Mitte des 50. Lebensjahrzehnts von Altersweitsichtigkeit betroffen.

Ursachen:
Verantwortlich für die Entstehung von Altersweitsichtigkeit ist unter anderem die abnehmende Elastizität des Linsenkerns. Die Linse ist im Zusammenspiel mit der Hornhaut eine wichtige Komponente im Rahmen des scharfen Sehens. Auch sklerotische Prozesse, also Verhärtungen in der Struktur des Auges, können beteiligt sein.

Maßnahmen:
Es gibt verschiedene Maßnahmen, um der Altersweitsichtigkeit zu begegnen und die damit verbundenen Einschränkungen zu reduzieren. Übliche optische Hilfsmittel sind Lesebrillen oder Kontaktlinsen; diese Hilfsmittel können die abnehmende Naheinstellungsfähigkeit der Augen im Alter ausgleichen. Während ab der Mitte des 50. Lebensjahrzehnts häufig noch ein Ausgleich von ein bis zwei Dioptrien ausreicht, wird in der Mitte des 60. Lebensjahrzehnts oft ein Ausgleich von bis zu drei Dioptrien benötigt. Zu diesem Zeitpunkt spricht man auch von einem weitgehend vollständigen Verlust der Naheinstellungsfähigkeit des Auges.
Neben optischen Hilfsmitteln besteht auch die Möglichkeit, eine Altersweitsichtigkeit durch einen Eingriff über Laser auszugleichen. Dabei werden mittlere Schichten der Hornhaut mit Hilfe des Laserstrahls dahin gehend verändert, dass gezielt kleine Bereiche verdampfen. Dies führt zu einer geringfügigen Verformung der Hornhautoberfläche mit dem Effekt, dass deren Brechkraft korrigiert wird. Auch ohne optische Hilfsmittel kann so das scharfe Erkennen von nahen Gegenständen wieder möglich werden.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 12.01.2012