Augenmuskeln
Die Augenmuskeln sind der Antrieb der Augenbewegungen
In Abhängigkeit von ihrer Lage und Funktionen unterscheidet man bei den Augenmuskeln die äußeren von den inneren Augenmuskeln, um einen weiteren Muskel ergänzt, der dafür zuständig ist, das Augenlid zu heben. Lidheber und die äußeren Muskeln sind Skelettmuskeln und zählen somit zu den Anhangsorganen des Auges. Die äußeren Augenmuskeln übernehmen die Motorik unserer Augäpfel, wohingegen die inneren Augenmuskeln für gewisse steuernde Funktionen zuständig sind. Wenn man nur die Bewegungen eines einzelnen Auges beobachtet, spricht man von einer Duktion. Die Rollungsbewegungen bezeichnet man als Torsionen.
Entwicklungsgeschichte
Die äußeren Augenmuskeln dienten damals eigentlich nicht den Blickzielbewegungen unserer Augen. Nämlich dienten sie eher für die Ruhigstellung der einzelnen Bilder auf unserer Netzhaut bei Körper- und Kopfbewegungen. Sie wurden erst zunehmend für Blickbewegungen eingesetzt, mit einer Ausbildung spezieller retinaler Bereiche.
Die embryonale Entwicklung
Gemeinsam mit der Tenonschen Kapsel sind die äußeren Augenmuskeln und dem Fettgewebe in unserer Augenhöhle, Abkömmlinge des die Augenblase umgebenden embryonalen Bindegewebes (Mesenchyms). Eine weitere Ausbildung von drei Wachstumszentren wird ab dem dritten embryonalen Monat aus gelenkt. Denen ist jeweils ein Nerv zugeordnet. Die spätere Nervenversorgung der Augenmuskeln wird daraus durch drei Hirnnerven abgeleitet. Abhängig von der Ausprägung der äußeren Augenmuskeln, ist die Entwicklung der Augenhöhle. Die Ausbildung des Bandapparates ist aber unabhängig davon.
Funktionsschemata
Von der jeweiligen Blickrichtung abhängig, verfügen die Augenmuskeln über unterschiedliche, mehr oder minder ausgeprägte Teil- und Hauptfunktionen. Grafisch lassen sich diese anhand von Spurlinien darstellen. Dabei handelt es sich um die Bewegungskomponenten Adduktion, Hebung, Abduktion, Senkung, Außenrollung und Innenrollung.
Synergisten und Antagonisten
Zwei Muskeln, die eine fast ähnliche Muskelebene darstellen, existiert an jedem Auge. Diese Muskelebene lässt unser Auge um eine fast gleiche Drehachse bewegen, aber das geschieht jeweils in einer entgegenlaufenden Drehrichtung. Diese beschriebenen Muskeln bezeichnet man als Antagonisten. Deshalb nennt man jene Muskeln, die unser Auge um eine fast gleiche Drehachse in dieselbe Richtung bewegen, Synergisten. Selbst wenn nur Teilfunktionen der jeweiligen Muskeln entsprechen oder einander entgegenwirken, findet diese Terminologie auch dann Anwendung. Diese ist nur für die Bewegung eines Auges komplett anwendbar. Wenn man aber mal den Augenschein auf das Gegenauge erweitert, um die Beschreibung von Antagonisten und kontralateralen Synergisten, müssen diese gegensinnigen Augenbewegungen eingeschränkt werden.
Die inneren Augenmuskeln
Bestehend aus glatter Muskulatur werden die inneren Augenmuskeln vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Zum einen dienen die inneren Augenmuskeln der Größenänderung der Pupille und zum anderen dienen diese Augenmuskeln der Minderung der Brechkraft unseres Auges.

