Augenuntersuchung

Die Augenuntersuchung beim Augenarzt im Augencentrum in Köln

Untersuchung der Augen

Eine Augenuntersuchung wird nach einem bestimmten Schema durchgeführt, das variiert werden kann. Wenn der Patient und/oder seine Vorerkrankungen bekannt sind, kann vom Grundschema der Augenuntersuchung abgewichen werden. Auch der Zeitpunkt der letzten Augenuntersuchung spielt für die Durchführung der Augenuntersuchung eine Rolle. Gegebenenfalls wird der gesamte Ablauf einer Augenuntersuchung abgekürzt, oder es werden Zusatzuntersuchungen vorgenommen. Innerhalb der Anamnese werden der Patient und bei Kindern oder betreuten Personen auch Eltern und Betreuer befragt, hierbei werden Beschwerden und Allgemeinerkrankungen abgeklärt.


Erster Teil der Augenuntersuchung: der Sehtest
Die Sehschärfe wird für beide Augen gesondert und gemeinsam sowie für Fern- und Nahsicht durchgeführt. Der Patient liest dann beim Sehtest Zeichen und Buchstaben unterschiedlicher Größe und Anordnung ab. Auch Symbole oder der Pflügersche Haken werden angewendet. Letzterer hat eine E Form mit verkürztem mittleren "Haken", das Symbol wird gedreht, und der Patient muss bei der Augenuntersuchung angeben, welche Position der Haken hat. Eine andere Variante sind Landoltringe mit einer Öffnung, die der Patient bei der Augenuntersuchung erkennen muss.
Beim Prüfen des Fernvisus bei der Augenuntersuchung werden Sehtafeln in fünf bis sechs Metern Entfernung aufgestellt, dann werden beide Augen abwechselnd mit und ohne korrigierendes Glas geprüft, rechts beginnend. Die Nahsehschärfe wird aus 30 - 40 cm Entfernung geprüft. Mit einer Refraktionsmessung werden die Brecheigenschaften des Auges bestimmt, was subjektiv durch Patientenwahrnehmung oder objektiv mit Geräten geschehen kann. Bei der subjektiven Messung setzt der Patient Brillen mit verschieden starken Gläsern auf, bei der objektiven Messung, die zum Beispiel bei schielenden Kindern angewandt wird, setzt der Arzt die Schattenprobe (Skiaskopie) ein. Dabei leuchtet der Arzt mit dem mittig gelochten Spiegel, dem Skiaskop, in das Auge, das Licht wird durch die Netzhaut reflektiert. Durch Drehung des Spiegels erscheint ein Schattenreflex in der Pupille, dessen Wanderung Auskunft über Kurz- oder Weitsichtigkeit gibt. Mit einem Refraktometer wird bei der Augenuntersuchung eine Strichfigur auf die Netzhaut projiziert, durch Zuschaltung verschiedener Linsenstärken wird die Lichtbrechung und damit die spätere Brillenstärke bestimmt, bei der die Striche scharf werden. Es folgen ein Farbsehtest, der Amsler-Test (ein Gittertest zur Gesichtsfelduntersuchung), die Prüfung der Augenbeweglichkeit, der Augenstellung und der Lichtreaktion der Pupillen.


Physiologische Untersuchung der Augen
Um physische Veränderungen des Auges festzustellen, untersucht der Arzt bei der Augenuntersuchung mit einer Spaltlampe den Augeninnendruck. Der Arzt schaut mit der Lampe binokular in das Auge und erkennt dabei räumliche Strukturen. Es werden Binde- und Hornhaut, Vorderkammer, Iris, Linse und die Lider untersucht. Mithilfe der Applanationstonometrie kann bei der dieser Augenuntersuchung der Augeninnendruck gemessen werden, alternativ kommt die Messung mittels Luftdruckstrahl infrage. Auch die Pupillenreaktion wird in der Augenuntersuchung gemessen, um eine normale Signalübertragung zum Gehirn zu überprüfen. Für die Pupillenerweiterung werden hierbei Augentropfen verabreicht, damit der Arzt den Augenhintergrund im Zuge der Augenuntersuchung (Fundus) erkennen kann, den der Arzt mit einer Lupe untersucht. Durch die Tropfen ist die Sehtüchtigkeit des Patienten nach der Augenuntersuchung für einige Stunden beeinträchtigt.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 10.01.2012