Katarakt
Katarakt - Der Graue Star führt unbehandelt unweigerlich allmählich zur vollständigen Erblindung
Katarakt - Der sogenannte „Graue Star“ ist eine Erkrankung des Auges, die unbehandelt allmählich zur Erblindung führt. Er geht mit einer Trübung der Augenlinse einher. Der Graue Star wird auch Katarakt genannt, was übersetzt Wasserfall bedeutet, da sich bei den Erkrankten mit dem Fortschreiten der Linsentrübung gleichsam ein Schleier hinter die Pupille legt. Dieser graue Schleier ist bei einer Augenuntersuchung gut erkennbar.
Die Ursachen des Katarakts sind noch weitgehend ungeklärt. Oft handelt es sich um eine Erscheinung, die im hohen Alter auftritt, jedoch sind auch Fälle von Katarakt in jüngeren Jahren bekannt.
Begünstigend für die Entwicklung der eines Katarakt kann die ionisierende Strahlung der Sonne sein, insbesondere UV-Strahlung. Auch eine vorliegende Diabetes oder Augenverletzungen können einen Katarakt auslösen. Des Weiteren ist es möglich, dass die Unverträglichkeit bestimmter Medikamente oder der Konsum von Drogen einen Katarakt nach sich ziehen.
Bei Neugeborenen kann eine Erkrankung der werdenden Mutter an Röteln die Ursache für einen Katarakt sein. In Afrika tritt er oft infolge einer Mangelernährung auf.
Der Katarakt macht sich zuerst mit einer Beeinträchtigung des Sehvermögens bemerkbar. Es treten Erscheinungen wie Verschwommensehen, Doppelbilder oder auch Blendung auf. Ebenso eine zunehmende Kurzsichtigkeit oder ein Abnehmen der Sehschärfe können ein Hinweis auf einen Katarakt sein. Befindet sich die Linsentrübung in einem bereits weit fortgeschrittenen Stadium, so kann man eine weißliche oder bräunliche Verfärbung hinter den Pupillen feststellen. Bei kleinen Kindern, die an dieser Erkrankung leiden, befinden sich die Augen zumeist in einer Schielstellung.
Ein Katarakt ist medikamentös nicht behandelbar. Nur eine Operation kann bei einer solchen Linsentrübung Abhilfe schaffen. Bei einer Operation wird die getrübte Linse entfernt und stattdessen eine künstliche Linse eingesetzt. Es gibt künstliche Linsen aus Acryl, Silikon oder anderen Stoffen. Eine besondere Form der künstlichen Linse ist die Multifokallinse, die mehr als einen Brennpunkt besitzt und mit deren Hilfe ein gutes Sehen sowohl in der Ferne als auch in der Nähe möglich ist.
Es gibt verschiedene Operationsmethoden, die sich sowohl hinsichtlich der Schnittführung und Art der Entfernung der erkrankten Linse als auch der verwendeten Arbeitsweisen unterscheiden. Am gebräuchlichsten sind Operationen mittels Ultraschall oder Laser. Die Entscheidung, welche Methode im jeweiligen Fall die optimalste ist, entscheidet der Augenarzt.
Da der Katarakt zu einer beträchtlichen Einschränkung des Sehvermögens führt, ist es wichtig, sich bei einem Verdacht auf diese Erkrankung schnellstmöglich in die Hände eines Arztes zu begeben. In Absprache mit dem Patienten wird er dann den Operationszeitpunkt festlegen. Bei einem Katarakt des Kindes, der angeboren ist, muss schnellstmöglich operiert werden, damit dem Kind die Möglichkeit geschaffen wird, das Sehen zu erlernen.
Die Risiken einer Kataraktoperation sind heute dank der modernen Operationsmethoden sehr gering. Circa 99% der Patienten, die an einem Katarakt leiden, können nach der Operation wieder besser sehen.

