Makula
Makula- und Netzhauterkankungen behandeln wir im Augencentrum Köln nahtlos und überwiegend schmerzfrei
Eine Vielzahl von Erkrankungen am hinteren Augenabschnitt wird umgangssprachlich mit dem Schlagwort "Makula" in Verbindung gebracht. Streng genommen handelt es sich bei der Makula um die für das Sehen zentrale Stelle der Netzhaut. Dort befindet sich auch die größte Dichte an Sehzellen.
Vergleicht man das Auge mit einer Fotokamera, ist die Netzhaut der lichtempfindliche Film und die Makula der zentrale Punkt auf dieser Filmfläche. Netzhaut und Makula sind folglich die Stellen am Auge, an der das einfallende Licht in optische Sehimpulse verwandelt wird und das eigentliche Bild entsteht. Die gesamte Netzhaut liegt wie eine Tapete auf der inneren Rückwand des Auges und wird von der wässrigen Flüssigkeit des Glasköpers umspült.
Im Folgenden möchten wir Ihnen die häufigsten Erkrankungen der Netzhaut und Makula vorstellen, damit Sie als Patient besser informiert sind. Zugleich zeigen wir Ihnen die typischen Behandlungsmethoden auf.
Junge Menschen lassen ihre Makula oder Netzhaut meist nur in Verbindung mit einer Fehlsichtigkeit, d.h. wenn eine Sehhilfe notwendig wird, überprüfen. Die erhöhte Gefahr einer Netzhautablösung sollte daher insbesondere fehlsichtigen Patienten bekannt sein. Vor einem refraktiven Lasereingriff wie der LASIK ist die Netzhautspiegelung notwendig, um eine drohende Netzhautablösung auszuschließen.
Die meisten Erkrankungen der Netzhaut und Makula beeinträchtigen das Sehen erst im reiferen Alter. Neben der Netzhautablösung gehört die „altersabhängige Makuladegeneration“ (AMD) zu den häufigsten Erkrankungen der Netzhaut. Des Weiteren gibt es die juvenile Makuladegeneration und die vitelliforme Makuladegeneration, die vererbt, aber bis heute noch nicht behandelt werden können. Die Makuladegeneration ist die häufigste Erblindungsursache im Erwachsenenalter. 
Zu den typischen Symptomen einer Makuladegeneration gehört das Verzerrt-Sehen: Gerade Linien erscheinen verbogen. Die Sehbeeinträchtigungen beginnen in der Mitte des Gesichtsfeldes. Man sieht dort verzerrt, verschwommen oder einen schwarzen Fleck. Während sich das Glaukom mit Gesichtsfeldausfällen zuerst am Rande zeigt, ist bei der Makuladegeneration gleich das Zentrum betroffen (siehe Notenbild). Natürlich sind die Symptome einer Makuladegeneration unterschiedlich stark ausgeprägt und individuell verschieden. Nur eine genaue Diagnose kann hier Klarheit verschaffen.
Die feuchte altersabhängige Makuladegeneration - feuchte AMD - lässt sich seit einigen Jahren gut medikamentös behandeln. Dies gilt vor allem dann, wenn man die Erkrankung rechtzeitig erkennt. Wird die Krankheit diagnostiziert, ist eine baldige Behandlung angezeigt. Mit Medikamenten kann ein rascher Sehverlust verhindert werden; in einigen Fällen wird die Sehschärfe wieder verbessert.
Die diabetische Retinopathie ist nach der Makuladegeneration die zweithäufigste Erblindungsursache im Erwachsenenalter. Praktisch gibt es nach 20-jährigem Bestehen einer Diabetes bei ca. 90% der Menschen Veränderungen an der Netzhaut. Mit ursächlich für die Krankheitsentwicklung ist ein schlecht eingestellter Blutzucker. Ca. 2% aller Diabetiker erblinden. Selbst ein schlecht eingestellter Blutzucker während der Schwangerschaft kann sich negativ auswirken. Diabetes in Kombination mit einer Hypertonie erhöht das Risiko, an einer diabetischen Retinopathie zu erkranken.
Die Veränderungen an der Netzhaut finden in der Regel schleichend statt, das Sehen wird dann häufig erst bei einem sehr fortgeschrittenen Zustand der Erkrankung akut gestört. Durch eine frühzeitige Diagnose durch den Augenarzt können Sie den Krankheitsverlauf verlangsamen und damit Ihre Lebensqualität rechtzeitig sichern.
Um Krankheitsverläufe an der Netzhaut zu behandeln sind die drei häufigsten Behandlungsansätze:
1) medikamentös durch Injektionen (Anti-VEGF-Therapie)
2) veröden mit dem Laser (Laserkoagulation)
3) Netzhaut-OP über den Glaskörper (Vitrektomie).
Im Augencentrum Köln führt unser Team alle diese Behandlungen in unserer Makula-Sprechstunde regelmäßig durch. Nach eingehender Beratung und Untersuchung entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, welche der Behandlungsmethoden am besten geeignet ist.
Neben der routinemäßigen Behandlung sind wir an der Weiterentwicklung der heutigen Behandlungsstandards durch zunehmend minimal-invasive Behandlungen beteiligt. Dazu zählen derzeit:
- 27-Gauge-Vitrektomie: minimal-invasiver Netzhaut-Eingriff - nahtlos, schmerzfrei, schnelle Erholung
Gegenüber der klassischen Netzhautchirurgie wird hier am Glaskörper mit bis zu fünf Mal kleineren Eintrittsstellen gegenüber der ursprünglichen Standardmethode der gleiche Behandlungserfolg erzielt. Für den Patienten ist die Behandlung damit nahtlos und schmerzfrei. Nach viel kürzerer Zeit kann man wieder seinem Alltag nachgehen.
- OCT-assistiertes Membran-Peeling
Bei dieser schonenden Methode werden überflüssige kollagenhaltige Zellen, - epiretinale Gliose, Macular pucker - die das Sehen behindern, von der Makula abgeschält.
In unserer Makula- und Netzhautsprechstunde kümmern wir uns exklusiv um Ihre Netzhauterkrankung. Wir führen alle diagnostischen Untersuchungsverfahren durch, um Ihren Makula- und Netzhautstatus genau zu erfassen und dann, wenn notwendig, auf höchstem Niveau zu behandeln.
Terminvereinbarung
