Vitrektomie
27-Gauge-Vitrektomie - Fünfmal kleiner und schmerzfrei
Vor 40 Jahren wurde in der Augenheilkunde durch den in Münster geborenen Robert Machemer die moderne Glaskörper-Chirurgie (Pars Plana-Vitrektomie) eingeführt: mit drei Öffnungen hin zum Glaskörper konnten damit erstmals viele Erkrankungen an der Netzhaut erfolgreich behandelt werden.
Häufig handelt es sich bei den Erkrankungen um eine Netzhautablösung, eine Diabetische Retinopathie oder eine Form der Makuladegeneration. Bei vielen dieser Erkrankungen kann nur die Vitrektomie (Glaskörper-OP) das Augenlicht retten.
Die drei Öffnungen der Glaskörper-OP hatten ursprünglich einen Durchmesser von jeweils 0,9 mm (konventionelle 20-Gauge-Vitrektomie), um den notwendigen Zugang der noch recht großen Operationsinstrumente an der Netzhaut sicherzustellen. Nach der Entfernung der Instrumente mussten diese großen Öffnungen deshalb in zwei Gewebeschichten jeweils aufwendig am Auge von Hand vernäht werden, damit keine Glaskörperflüssigkeit mehr austreten konnte und die Stellen verheilen konnten.
Über die ersten drei Jahrzehnte hat sich dieses Operationsverfahren kaum geändert. Erst nach der Jahrtausendwende begann man die Größe der Instrumente schrittweise zu verkleinern.
Im Gegensatz zu der in vielen deutschen Augenkliniken noch praktizierten ursprünglichen konventionellen 20-23 Gauge-Vitrektomie, arbeiten wir im Augencentrum Köln mit der 25 und 27-Gauge-Vitrektomie.
Hierbei sind die Öffnungen nur noch ein Fünftel so groß (27G) und verschaffen den betroffenen Menschen viele Vorzüge, weil sich die sehr kleinen Öffnungen nach dem Eingriff von selbst sicher abdichten. Es sind keine Nähte mehr notwendig.

Folgende Vorteile konnte durch die nahtlose, minimal-invasive Glaskörperchirurgie (25 Gauge und 27 Gauge in Studien gegenüber der 20-Gauge-Vitrektomie) in internationalen Studien nachgewiesen werden:
- Die Öffnungen sind nur ein Fünftel so groß, dichten sich von selbst ab und der Eingriff erfolgt deshalb nahtlos.
- Die OP-Zeit am empfindlichen Auge ist wesentlich kürzer.
- Postoperative Schmerzen sind kaum vorhanden.
- Der postoperative Reizzustand ist viel geringer.
- Postoperative Netzhautablösungen sind deutlich niedriger.
- Postoperative Entzündungen durch Infektionen (Endophthalmitis) sind geringer.
- Eine schnellere Sehkraft-Erholung nach dem Eingriff.
Nur bei der Entfernung von größeren Fremdkörpern gilt es eine der drei Öffnungen noch zu vergrößern, um diese verletzungsfrei entfernen zu können.
PD Dr. Pavlidis, spezialisierter Netzhautchirurg, ist einer der ersten Augenärzte in Deutschland, der dieses schonende Verfahren seit drei Jahren routiniert durchführt. Das Augencentrum Köln ist mit Augenchirurg Dr. Pavlidis deshalb für die Firma DORC das Hauptentwicklungszentrum in Europa für die zunehmende Perfektionierung dieser minimal-invasiven Glaskörperbehandlungen.
Bitte wenden Sie sich zwecks Terminvereinbarung an uns – Dr. Pavlidis wird Sie zuerst immer umfassend untersuchen, Ihre Fragen klären und Sie über die verschiedene Behandlungsalternativen aufklären und mit Ihnen einen Eingriff planen, sofern dieser notwendig sein sollte und Sie dies wünschen.
Anmerkung:
Mit der Einheit Gauge, Abkürzung G, wird der Außendurchmesser einer Kanüle gekennzeichnet. Und: Steigt der Gauge-Wert, verringert sich der Außendurchmesser der Kanüle. Vor diesem Hintergrund wird die Bedeutung der Entwicklung, welche die Vitrektomie in den letzten Jahrzehnten gemacht hat, erkenntlich.
27 Gauge entspricht 0,4mm Kanülenaußendurchmesser nach EN ISO 9626
20 Gauge entspricht 0,9mm Kanülenaußendurchmesser nach EN ISO 9626
Fläche der Öffnung verhält sich im Quadrat zum Durchmesser:
(0,4/0,9)²=0,16/0,81~0,2

