Femto-Lasik mit SmILe von Zeiss (ReLEx)

Augenarzt Dr. Meyer in Köln führend bei der sanften Augenlaser Femto-Lasik SmIle mit dem Zeiss Visumax Laser (ReLEx, FLEx)

Im Augen OP Centrum Köln arbeiten wir mit dem Visumax-Femtosekundenlaser der Firma Carl Zeiss Meditec. Dieser ermöglicht eine extrem präzise dreidimensionale Schnittführung sowie eine stabile Positionierung des Gerätes am Auge. Hierfür kommt ein auf diese Anforderungen abgestimmtes gekrümmtes Kontaktglas zum Einsatz. Die Ansaugung dieses Kontaktglases am Auge ist sehr schonend; es kommt weder zu einer signifikanten Erhöhung des Augeninnendruckes noch zu einem temporären Visusverlust. Der Patient kann während der gesamten Laserprozedur ein integriertes Fixationslicht wahrnehmen. Durch den neuen 500 kHz Laserkopf ist es nicht nur möglich, die Behandlungszeit deutlich zu reduzieren (Lenticule Creation Time < 25 sec.), sondern auch durch einen engeren Spot- und Trackingabstand bei gleichzeitig reduzierter Energie eine sehr glatte Oberfläche des Lentikels zu erreichen. Dadurch lässt sich der Lentikel vom umgebenden Stroma sehr schonend ReLEx Femto-Lasik (Flex)separieren. 

Ein weiterer  Vorteil des Visumax liegt in seiner Auto-Zentrierung  auf die optische Achse. Somit erreichen wir automatisch eine perfekte Positionierung von Flap und Lentikel auf die „line of sight“. Das Design des refraktiven Lentikels ist bereits im Vorfeld wellenfront-optimiert und asphärisch berechnet, so dass im Gegensatz zur Ablation mit dem Excimer-Laser bei der ReLEx nahezu keine sphärischen Aberrationen über die gesamte optische Zone induziert werden. Während bei dem Flex-Verfahren (Femtosecond Lenicule Extraction) der vorpräparierte Flap noch geöffnet werden muss, um den refraktiven Lentikel mechanisch zu entfernen (Abb. 2), schneidet bei dem Smile-Verfahren (Small Incision Lenticule Extraction) der Laser keinen kompletten Flap, sondern nur einen kleinen peripheren Einschnitt, durch den der Operateur den Lentikel manuell extrahiert. Der Vorteil des Smile-Verfahrens liegt darin, dass die obere Hornhautschicht (insbesondere die Bowman-Membran) weitgehend intakt bleibt und somit die mechanische Stabilität der Hornhaut sowie deren Oberflächenspannung in weit geringerem Maße beeinflusst wird als bei einem Verfahren mit Flap. Typische postoperative Flap-Komplikationen (z.B.: Striae, Dislokation, Epithelzellen unter dem Flap) sind nicht zu erwarten. Darüberhinaus werden erheblich weniger Nervenfasern in der Hornhaut durchtrennt, so dass die postoperative Inzidenz trockener Augen deutlich reduziert wird.

Da bei ReLEx die komplette Refraktionskorrektur in der intakten Kornea stattfindet, ist diese neue Methode im Vergleich zur LASIK mit dem Excimer-Laser unabhängig von äußeren Einflüssen wie z.B. Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Debris-Absorption und Air flow. Auch individuelle Hornhauteigenschaften haben nahezu keinen Einfluss auf die Reproduzierbarkeit des Femto-Sekundenlaser-Lentikelschnitts und somit auf die Vorhersagbarkeit des refraktiven Ergebnisses. Insbesondere bei hohen Refraktionswerten überzeugt das ReLEx-Verfahren mit enormer Präzision.

Bisher kam die ReLEx vornehmlich zur Korrektur von Myopie und myopem Astigmatismus zum Einsatz. Hier gibt es inzwischen Langzeiterfahrungen von mehr als 3 Jahren. Der Behandlungsbereich bzw. die Kontraindikationen entsprechen dabei den KRC-Richtlinien zur Durchführung einer Lasikoperation. Insbesondere darf der Grenzwert für die verbleibende Restdicke nach der Behandlung von mindestens 250µ nicht unterschritten werden. Zur Behandlung von Hyperopien gibt es erste Studienergebnisse von Prof. Sekundo (Marburg) in Zusammenarbeit mit PD Dr. Blum (Erfurt).

Wir haben das ReLEx-Verfahren seit September 2010 an 42 Augen (23 Patienten; mittleres sphärisches Äquivalent -6,07 Dioptrien; optische Zone 6,5 mm) in unserem Laserzentrum durchgeführt:
Die ersten postoperativen Refraktionsergebnisse sind sehr ermutigend und durchaus mit einer Standard-LASIK-Operation vergleichbar: Nach einem Monat liegen alle Augen im Bereich + 1 Dioptrie und 85% innerhalb + 0,5 Dioptrien an der Zielrefraktion (Abb. 3). Nach einem Monat haben über 80% der Augen ein sc Visus von 1,0 oder besser. Zeilenverluste von mehr als einer Linie wurden nach einem Monat nicht mehr beobachtet. Lediglich der Erholungszeitraum des postoperativen Visus ist im Vergleich zur herkömmlichen Femto-LASIK verlängert. Während des bisherigen Nachkontrollzeitraums war die Stabilität der Refraktion hervorragend. Die postoperativen Topographien zeigen eine große homogene optische Zone mit leicht prolater Form. Zusätzliche Wellenfront-Messungen haben bestätigt, dass durch die Lentikel-Extraktion keine zusätzlichen Aberrationen höherer Ordnung (insbesondere keine sphärischen Aberrationen) induziert werden.

Bislang überschaut man für die ReLEx im Vergleich zur Femto-LASIK lediglich einen Erfahrungszeitraum  von 3-4 Jahren bei myopen Behandlungen. Erste Hyperopie-Ergebnisse liegen vor. Erfahrungen über spezielle topograhpie- oder wellenfront-gesteuerte Behandlungen gibt es nicht. Kleine Korrekturen (unter -3,0 Dioptrien) sind aufgrund der geringen Lentikeldicke bislang nur bedingt möglich sind. Ebenso müssen die Möglichkeiten für eine eventuelle Nachkorrektur noch optimiert werden: aufgrund des üblicherweise nur Visumax Laser (Flex)sehr kleinen Restwertes ist eine erneute Lentikel-Präparation  und -Separation kaum darstellbar. Nach erfolgter Flex besteht somit nur die  Möglichkeit eines Re-Liftes mit anschließender Excimerlaser-Ablation; nach einer Smile bleibt nur die Möglichkeit einer Oberflächen- behandlung im Sinne einer PRK.

Zusammenfassend kann ich festhalten, dass ReLEx ein vielversprechendes neues refraktives Verfahren darstellt. Insbesondere mit der Smile-Variante werden hervorragende refraktive Ergebnisse erzielt, ohne einen Flap anheben zu müssen.

Dr. med. Bertram Meyer
Augen OP Centrum Köln
www.lasik-koeln.info
info@lasik-koeln.info

Begriffserläuterungen:
ReLEx = Refraktive Lenticule Extraction
SmILE = Small Incision Lenticule Extraction 
FLEx = Femtosecond Lamellar Extraction

Bei ReLEx (Refractive Lenticule Extraction) handelt es sich um einen völlig neuartigen Ansatz im Bereich der refraktiven Laserchirurgie. Mit ReLEx ist es erstmals möglich, die Korrektur von Fehlsichtigkeiten nicht durch Laserablation mit einem Excimer-Laser, sondern ausschließlich mit dem Femto-Sekundenlaser durchzuführen. Der entscheidende Unterschied zu den bisherigen ablativen Laserverfahren ist die Tatsache, dass die Refraktionskorrektur durch das Erzeugen eines refraktiven Lentikels (= refraktive Linse) innerhalb der intakten Kornea erfolgt (Abb. 1). Je nach Verfahren, wird dieser refraktive Lentikel nach Anheben des Flaps mechanisch entfernt (FLEX = Femtosecond-Laser Lenticule Extraction) oder ohne Anheben eines Flaps durch einen kleinen Schnitt schonend extrahiert (Smile = Small Incision Lenticule Extraction). Erste Flex Erfahrungen wurden 2007 von Prof. Sekundo (Marburg) und von PD Dr. Blum (Erfurt) vorgestellt. Dr. Rupal Shah (Indien) propagiert seit 2008 das Smile-Verfahren. 

Terminvereinbarung

Augenärzte für Grauen Star Multifokallinse und additive Linsen
Augenarzt Prof. Dr. med. N. Körber
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Augenarzt Dr. med. U. Paulus

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 27.01.2012