Sehkraft
In fast allen Bereichen des Lebens ist die Sehkraft unerläßlich
Wie wertvoll die Sehkraft unserer Augen ist, merken wir häufig erst, wenn sich eine Sehschwäche einstellt. In allen Bereichen unseres Lebens sind wir darauf angewiesen, gut zu sehen: Kinder benötigen eine gesunde Sehkraft, damit sie spielen und lernen können und später ist sie im privaten und beruflichen Leben entscheidend, damit wir leistungsfähig sind und Freude an Haus und Familie haben.
Augenkrankheiten und erblich bedingte Umstände trüben die Sehkraft eines Menschen oft auch im übertragenen Sinn. Denn jegliche Einschränkung bedeutet gleichzeitig, ein kleines oder großes Hindernis im Alltag zu haben. Daher sind die Fortschritte der Forschung zur Behandlung bei Augenerkrankungen unbeschreiblich bedeutsam.
Zwar konnten Brillen und Kontaktlinsen schon seit langem die Sehkraft eines Menschen verbessern, doch ermöglicht nun die LASIK-Methode, den Traum vieler Menschen zu verwirklichen, mit einem Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen. Bei der Augenlaseroperation korrigiert der Laser innerhalb weniger Minuten die Hornhautverkrümmung, um eine Kurzsichtigkeit (Myopie) zu beheben. Nach der Laserbehandlung bündeln sich die Lichtstrahlen wieder genau in dem Brennpunkt auf der Netzhaut des Auges. Diesen Verlauf korrigierte bisher ein konkav geschliffenes Brillenglas.
Die Operation mit dem Femtosekundenlaser ermöglicht wieder eine optimale Sehkraft, die in der Zeit danach besonders "gepflegt" werden sollte. Stundenlanges Starren auf den Bildschirm eines Computers oder Lesen bei schwachem Licht könnten sonst zu einer erneuten Überlastung der Augen führen.
In der "Refraktiven Chirurgie" der Augenkliniken kann auch die Altersweitsichtigkeit mit dem Laserverfahren behandelt werden, so dass künftig wieder das Lesen ohne eine Brille möglich ist. Da diese modernen Behandlungsmethoden jedoch nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen berücksichtigt sind, müssen diese von den dort versicherten Patienten selbst bezahlt werden.
Bei den häufigsten Augenerkrankungen wie dem Glaukom (grüner Star) oder der Alterbedingten MakulaDegeneration (AMD) wird meist erst bei fortgeschrittener Erkrankung eine Verschlechterung der Sehkraft bemerkt. Leider werden die Vorsorgeuntersuchungen für diese Erkrankungen ebenfalls nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Doch kann zum Beispiel bei der Makuladegeneration ein einfacher Selbsttest mit dem "Amsler-Gitter" helfen. Werden die geraden Linien verbogen oder verzerrt wahrgenommen, wenn man mit einem Auge darauf schaut, sollte umgehend ein Augenarzt aufgesucht werden um die Sehrkaft nicht schwächen. Wenn die Makula im hinteren Teil der Netzhaut
geschädigt ist, lassen sich später sonst nur noch die Umrisse von Gegenständen erkennen, die Mitte des Blickfeldes aber ist verschleiert oder eine dunkle Stelle.
Beim Glaukom dagegen ist der Sehnerv des Auges wegen mangelnder Durchblutung geschädigt. Die Sehkraft nimmt ab, weil das Gesichtsfeld des Auges eingeschränkt wird. Bringt die Behandlung mit Augentropfen dann keinen Erfolg mehr, muss operativ eine Kunstlinse eingesetzt werden, um die Sehfähigkeit zu erhalten.

