Trockene Augen behandeln
Trockene Augen - Symptome, Ursachen und Behandlung
Trockene Augen können aus vielen Ursachen heraus entstehen - unter anderem auch nach einer Operation. In diesem Fall ist es die winzige Schnittwunde, die die Irritation am Auge verursacht. Ursache dafür ist unter anderem die vorübergehende Reduktion der Hornhautsensibilität. Dies bessert sich nach einigen Wochen, sobald wieder Nervenfasern in die Hornhaut eingesprosst sind.Träger von Kontaktlinsen klagen ebenfalls öfter über eine austrocknende Augenoberfläche. Auch das Abschleifen einer Hornhaut bei Fehlsichtigkeit kann zu Entzündungen und Reizungen der Hornhaut führen. Sie werden unter anderem mit künstlichen Tränen behandelt, bis die trockenen Augen wieder normal feucht sind.
Zu den vielfältigen Ursachen, die trockene Augen nach sich ziehen können, gehört die Computerarbeit. Immer mehr Menschen leiden in Folge der stundenlangen Bildschirmarbeit an brennenden Augen und einem Gefühl, als sei Sand auf die Pupille geraten. Die Augen sind ständig müde und werden gerieben oder zusammengekniffen. Der starre Blick auf den Bildschirm und das Unterlassen des häufigen Blinzelns zu Gunsten größerer Konzentriertheit trocknen die Augen schnell aus. Dieses Gefühl kann man aber auch durch bestimmte Erkrankungen bekommen. Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Rheuma sind als mögliche Ursachen für trockene Augen bekannt. Die Symptome können auch durch Medikamente wie Antihistaminika, Betablocker oder bestimmte Hormonpräparate ausgelöst werden. Die Anti-Baby-Pille und die Wechseljahre stehen beispielsweise im Verdacht, trockene Augen zu begünstigen. Zu allem Überfluss können auch die Umweltbedingungen und die Luftqualität Einfluss nehmen. Innerstädtischer Smog, hohe Ozonwerte und verschmutzte Luft in einem Industriegebiet verursachen ebenfalls trockene Augen. Wer im Sommer keine Sonnenbrille trägt, kann auch durch starke Sonnenstrahlung trockene Augen bekommen. Auch ständig laufende Klimaanlagen, Langstreckenflüge, Zigarettenrauch in Raucherräumen oder ein Bildschirmarbeitsplatz begünstigen das Austrocknen der Augen. Es ist eigentlich ein Wunder, dass es noch Menschen ohne trockene Augen gibt. Oder anders gesagt: Um normal befeuchtete Hornhäute zu haben, müssen viele Bedingungen zusammenkommen.
Der natürliche Tränenfilm, der das Auge normalerweise befeuchtet, kann aus vielen Gründen gemindert werden. Er ist aus zahlreichen Komponenten aufgebaut und hochempfindlich gegen Reize und Schadstoffe. Ob man im Einzelfall seine Berufsbedingungen ändern kann, ist die Frage. Aber schon eine andere Aufstellung des Computers wirkt manchmal Wunder. Mit dem Tragen einer Sonnenbrille bei starker Lichtstrahlung oder dem Eintropfen künstlicher Tränen kann man den lästigen Beschwerden, die trockene Augen verursachen, aber entgegenwirken. In Zeiten, wo der Tränenfilm des Auges durch Klimaanlagen, einen berufsbedingten Langstreckenflug oder Computerarbeit stark belastet wird, kann man künstliche Tränen auch vorbeugend einsetzen. Dies wird vor allem den Trägern von Kontaktlinsen geraten.

